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Hochlaufmanagement

Die Hochlaufphase ist der finale Zeitraum während der Realisierung, der für den Erfolg des Logistikprojektes und des Anwendernutzens von besonderer Bedeutung ist. Der Hochlauf ist in drei Phasen einzuteilen:

Finale Inbetriebnahme (IBN)

Zur finalen IBN werden Testläufe und Gewerke-Integration unter realen Nutzungsbedingungen durchgeführt. Die zugesicherten Leistungen und Eigenschaften müssen gewährleistet sein. Die Verfügbarkeit beträgt ca. 92 %. Diese Phase endet mit Übergabeerklärung/Nutzungsbeginn und Gefahrenübergang.

Erste Nutzung im Echtbetrieb

Im Rahmen der ersten Nutzung durch den Betreiber wird die Anlage im Echtbetrieb als Eingewöhnungsphase für den Betreiber genutzt. Der Lieferant hat in dieser Phase die Möglichkeit zur Mängelbeseitigung. Die abgerufene Leistung steigt bis auf 100 %, die Verfügbarkeit auf 96 %. Diese Phase endet mit Abnahme und Gewährleistungsbeginn.

Volle Nutzung mit 100 % Leistung

Der Betreiber kann seine neue Anlage mit einer Leistung von 100 % nutzen. Es erfolgt parallel die Restmängelbeseitigung/Gewährleistungsbetreuung durch den Lieferanten. Nach max. 6 Monaten kann der Betreiber mit der zugesicherten Verfügbarkeit rechnen.

Während der Hochlaufphase kommt es oft zu Problemen, die derart schwerwiegend sein können, dass die erwartete Rentabilität der Anlage nicht erreicht wird oder sogar die notwendigen Prozesse oder Leistungen niemals voll gefahren werden können. Es kommt jetzt auf beide Seiten – Lieferant und Betreiber – gleichermaßen an. Beide sind in der Verantwortung, Fehler, Mängel oder Unzulänglichkeiten zu beheben. Oft ist es in dieser Phase nicht nachvollziehbar, ob Betreiber oder Lieferant einen Fehler "verschuldet" hat und macht es deshalb schwierig, diese „an der Wurzel“ zu beheben.

Wir bieten Ihnen ein neutrales, faires, zielorientiertes und fachmännisch fundiertes Hochlaufmanagement. Es umfasst

  • Zielorientierte Koordination aller Beteiligten
  • Gemeinschaftliche Planung der sukzessiven Hochlaufschritte
  • Pragmatische Erarbeitung von Notfallszenarien
  • Konsequente Überwachung der definierten (Teil-)Ziele
  • Gewissenhafte Dokumentation der Baustellenereignisse

 

 

Verfügbarkeit und Durchsatzleistung / Anlagenbetreuung

Für jedes distribuierende Unternehmen steht die Versorgung der Kunden im Vordergrund. Dabei ist die Lieferfähigkeit allein nicht ausreichend, entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit und damit Wettbewerbsfähigkeit ist die Lieferqualität.

Die Anforderungen an die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Logistikzentren bspw. durch die Atomisierung der Auftragspositionen und „Same Day Delivery“ steigen.

Von der Kundenbestellung bis hin zur Auslieferung der bestellten Waren ist dazu ein intelligenter, integrierter und nachhaltiger Prozess erforderlich, bei dem alle Komponenten effektiv und zuverlässig zusammenwirken.

Zunehmend ist eine Automatisierung in Logistikzentren für eine kosteneffiziente Logistik erforderlich - auch in Hinblick auf die Entwicklungen zur „Smart Factory“.

Automatisierte Logistikzentren bestehen dabei aus einer Vielzahl von einzelnen Maschinen, die als eine Einheit bzw. als technische Anlage funktionieren und von einer Software gesteuert werden. Fallen Komponenten aus und sind für den Prozess nicht verfügbar, kommt es schnell zu Störungen im Ablauf und einer geringeren Durchsatzleistung in allen Bereichen vom Wareneingang über die Einlagerung und Kommissionierung bis hin zum Warenausgang.

Bei zunehmenden Einsatz von Automatisierungstechnik beeinflussen Verfügbarkeit und Durchsatzleistung dieser Technik (technische Anlage) die Lieferqualität wesentlich. Dadurch sind sie die ausschlaggebenden Systemeigenschaften solcher Anlagen und Systeme inkl. der Steuerungs- und Verwaltungssysteme.

Das Team der Logistikberatung Neef GmbH ist auf die Konzeption, Spezifikation und Abnahme dieser Systemeigenschaften entsprechend der geltenden Normen und dem Stand der Technik spezialisiert.

Da der Einsatz eines zweiten Logistikzentrums im "Stand-By" - Modus oder der Einsatz von durchgehend redundanten Komponenten in den allermeisten Fällen zu teuer und unwirtschaftlich ist, spielen die genannten Punkte im Hinblick auf die Sicherung der Lieferfähigkeit und Lieferqualität eine wesentliche Rolle.

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